Hollywood

Am Sonntag haben wir uns den Rest von Hollywood abseits des Walk of Fame angesehen. Gleich in der Früh sind wir erst mal Einkaufen gefahren. Typisch Amerika war es draußen angenehm heiß und drinnen auf eiskalt runter gekühlt. Wir haben uns erst mal mit Frühstück und Grundnahrungsmitteln wie Wasser und Obst versorgt. Vis a vis des Markts befindet sich übrigens das International Celebrity Center der Church of Scientology mit dem berühmten Gebäude.

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Danach sind wir rauf auf das Griffith Observatory um einen großartigen Blick auf das Hollywood Sign und die gesamte Stadt zu genießen. Es gibt dort auch jede Menge lange Hiking Trails die Hügel runter, zum berühmten Mulholland Drive und sogar bis fast direkt zu den weltbekannten Buchstaben. Letztere waren uns persönlich von dem Aussichtspunkt aus jedoch schon noch etwas zu sehr entfernt, weshalb wir uns ganz auf das Oberservatorium und die Stadt konzentriert haben.

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Wir haben einen ausgiebigen Rundgang über die gesamte Aussichtsplattform gemacht und dabei lange über die Metrolpolregion philosophiert und nachgedacht. Der Anblick ist wirklich atemberaubend. Man sieht im wahrsten Sinne des Wortes so weit das Auge reicht und hat trotzdem noch immer nicht das Ende der Stadt in Sicht. Auch beeindruckend die rechtwinkelig angelegten Straßen, von denen eine schnurgerade durch die gesamte Metropole führt.

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Das Hollywood Sign wollten wir uns dann schon von nährem ansehen, weshalb wir noch eine Weile herumgefahren und den idealen Spot gesucht haben. Durch viel Glück dürfte uns da ein echter Geheimtipp gelungen sein. Zumindest gab es da keine Touristen und man hatte das Schild richtig gut im Blick. Letztendlich sind wir dann nach hunderten Fotos noch den Mulholland Drive gefahren und dadurch dann auch am Hollywood Sign Scenic Drive vorbei gekommen. Der ist so enorm überlaufen, dass man nicht einmal einen Parkplatz findet. Zum Glück hatten wir wie gesagt schon genug Fotos auf der Kamera weshalb das also nicht weiter gestört hat.

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Nach Hollywood haben wir einen ausgedehnten Trip durch die ganze Stadt gemacht. Eigentlich wollten wir zum Rodeo Drive nach Beverly Hills, mussten aber erst mal persönlich die Erfahrung machen, dass die Stadtteile Los Angeles' eben eigentlich gar keine Stadtteile sondern tatsächlich eigene Städte sind. Gibt man nämlich den Wilshire Boulevard ohne Hausnummer an, führt einen das Navi erst mal nach Downtown, also wirklich komplett auf die andere Seite.

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Naja, so haben wir die Innenstadt auch mal gesehen und können zumindest wirklich behaupten dass es dort absolut nichts zu sehen gibt. Also alles wieder zurück gefahren bis zum Rodeo Drive. Die Luxusshops haben wir natürlich nicht alle besucht, dafür bräuchte man viel mehr Zeit und vor allem Geld. Ich habe mir aber meinen Wunsch nach einer Burberry Check Tie nicht nehmen lassen. Die Krawatte habe ich an Barney Stinson gesehen und musste sie sofort haben. Und für den doch äußerst stolzen Preis kann ich zumindest sagen ich habe sie in einer der legendärsten und nobelsten Einkaufsstraßen der Welt gekauft und habe dafür auch noch eine unglaublich aufwendige Verpackung dazu bekommen.

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Am Weg vom Rodeo Drive zu unserem nächsten Ziel den Warner Bros. Studios sind wir dann noch durch das "echte" Beverly Hills gefahren. Die Gegend ist unglaublich. Eine Villa neben der anderen, alles total schön auf Hochglanz poliert.

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Ich glaube zu der sogenannten VIP Tour durch die Warner Studios werde ich mich wohl lieber nicht so sehr auslassen. Eines nur als Tipp für die Allgemeinheit: Auf keinen Fall am Sonntag machen! Ich kann mir kaum vorstellen dass die Tour sonst wirklich viel zu bieten hat, aber am Sonntag gibt es halt echt gar nichts. Das sind ja wirklich Produktionsstudios in denen wochentags 9 to 5 gearbeitet wird, am Wochende ist aber tote Hose.

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Die Kulissen sind eigentlich nicht sehr beeindruckend (vor allem im Vergleich zu Universal) und in die Studios durften wir nicht hinein. Da bekommt man vorgeschwärmt, dass in der einen Halle das größte Indoorbecken der Welt ist, in dem eigentlich jede im Wasser spielende Filmszene der Welt gedreht wird, und dann dürfen wir das nicht einmal sehen. Hallo?

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Von innen begutachten konnten wir tatsächlich nur die Sets von Friends (das im Original nachgebaut aufgehoben wurde), Two Broke Girls und The Big Bang Theory. Natürlich ist das cool das mal in Echt zu sehen und ich konnte tatsächlich nicht glauben dass diese Sendungen wirklich vor Livepublikum aufgezeichnet werden. Aber das als einziges Highlight einer zweistündigen Tour ist irgendwie traurig. Für uns sind die aus Deutschland eingewanderten Werner Brüder auf jeden Fall spätestens seit Montag echte Unsympathler geworden. Universal for live - buh Warner!

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Auf Venice Beach haben wir den Tag dann würdevoll ausklingen lassen. Dort gibt es die aus Baywatch bekannten Häuschen und die Pickups. Am Muscle Beach gab uns einer der muskelbepackten Typen eine kurze Showeinlage während an der Promenade die Skater und Biker vorbeigerauscht sind. So hat Venice schon ein bemerkenswärtes Flair, aber nach Sonnenuntergang möchte ich mich dort nicht mehr aufhalten müssen, dafür haben die Typen dort doch ein bisschen zu strange ausgesehen.

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