Archiv für den Autor: Christian Zartl

Tag 3 Joshua Tree National Park

23.5.2017

Joshua Tree National Park

Noch nie war ich so von Wind begeistert. Der hat das heute total erträglich gemacht. Wir hatten zwar so um die 36 Grad, aber das war absolut ok.

Also wir haben uns gestern dazu entschieden, zum Joshua Tree National Park zu fahren, was  die richtige Entscheidung war, Christian kannte den nämlich noch nicht.

Also auf jeden Fall stehen da super viele Bäume rum, die alle total eigenartig aussehen. Aber total cool. Ich find man kann sich da voll Geschichten dazu ausdenken, als wären das Menschen gewesen, die im Geschehen einfach zu Bäumen verwandelt wurden.

Hier der besagte Joshua Tree

Faszinierend wohl war, dass da nicht nur Bäume waren, sondern auch viele große Felsen, die aufeinander gestapelt waren.

Viele Steine aufeinander

Wir sind dann so ne Route spaziert und waren dann irgendwo einfach zwischen Felsen.. aber die war eh so gut angeschrieben, dass wir dann glücklichweise wieder zum Auto gefunden haben :).

Alischa bezwingt den Baum

Später sind wir dann zu nem Aussichtpunkt.

Super viel Wüste

Die Fahrt zum Hotel war super lange. Spätestens wenn das Navi zum dritten Mal sagt, dass du nach 40 Meilen links abbiegen musst, wird es ein bisschen zu viel. Die Straßen waren super faszinierend, immer so Hügel auf und ab, wie in der Achterbahn :). Und dann waren die Straßen einfach super schlecht und total viele Schlaglöcher.

Ganz viel Straße!!

Nach einer Ewigkeit sind wir dann im Hotel angekommen. Das scheint so das absolut einzige in der Gegend hier zu sein, ist aber einfach bombastisch. Nachdem wir in Nevada sind, gibts natürlich viele Glücksspielautomaten, es gibt aber auch einen Pool und ein Kino. Oh, und natürlich hats auch 41 Grad, yay.

Morgen fahren wir die legendäre Route 66 über Oatman zum Grand Canyon!

2 Tag - Universal Studios

22.5.2017

LA - Universal Studios

Nachdem wir ja absolut keinen Jetlag haben und gestern wieder um halb 9 schlafen gegangen sind (und hier spreche ich wieder primär über die Alischa), waren wir heute wieder um 6:30 wach. Heißt nicht, dass wir pünktlich weg gekommen sind ;).

Um 9 waren wir dann in den Universal Studios. Das ist schon einfach eine ganz andere Welt, kann man sich gar nicht vorstellen. Mussten anfangs durch Security Checks, die sind da wohl schon sehr gründlich.

Universal Studios

First things first: Harry Potter! Das ist schon arg, die ham da so ne ganze Welt aus dem Boden gestampft. Alle Leute sind dann mit Zauberstäben in der Gegend rumgelaufen. Harry Potter war auch unser erster Ride, so ne Achterbahn. Hat finde ich harmloser ausgesehen, als sie war, war aber ziemlich cool.

Hinter Alischa das Schloss

Anschließend gings zur Universal Studios Tour. So ne super viel sprechende Frau hat uns ne Tour durch die Studios gegeben. Da waren einfach so viele Kulissen, zb. Wisteria Lane. War etwas komisch für mich, ich seh die Häuser, finde auch, dass die total echt aussehen, denk mir einerseits, dass die da sicher einen Blödsinn erzählen und man eh ganz normal in die Häuser rein gehen kann, andererseits glaub ich ihnen aber nicht, dass die Filme dort gedreht worden sind, sieht doch in den Filmen alles so echt aus :o.

Scheinbar gibts so einfach nur Bilder, die dann im Fernsehen wie echte Häuser aussehen.

Dann gings ab zum ersten 3D ride, zu den Simpsons. Echt ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man davon überzeugt ist, dass man sich super schnell bewegt, man aber in Wirklichkeit am gleichen Platz bleibt und es einen "nur" durchschüttelt.

Danach gings dann zu anderen Rides. In der Mummy wars absolut dunkel und ging super schnell von A nach B. Bei den Transformers waren so 3D Wände und wir sind durch so ne ganze Geschichte durchgefgührt worden. Beim Jurassic Park sind wir super nass geworden. Normal geht man ja davon aus, dass die hinteren Reihen verschont werden - werden sie nicht.

Christians Haare sind der Beweis dafür, dass es auch hinten nass wurde

Bei Waterworld haben Schauspieler so den Film nachgespielt. Das war recht cool, die Leute in den ersten Reihe sind ziemlich nass geworden, es gab total viele "Feuerwerke" und andere Stunts.

Hier das Set von Waterworld, die sind da echt von ganz oben ins Wasser gesprungen

Anschließend gings dann zu Despicable Me, das war auch wieder ein 3D Ride bei dem man sich relativ klein fühlt, weils ja eben aus der Perspektive von kleinen Figuren gezeigt wird. The Walking Dead war relativ langweilig, war halt so ne Geisterbahn. Wir waren relativ am Ende, ich nehme an, da dachten die Schauspieler drinnen, dass da niemand mehr kommt.

Christian und Alischa vor Despicable me

Dann wirklich am Ende ham wir noch einen zweiten Harry Potter Ride gemacht und wie man so gerne sagt, kommt das Beste halt einfach zum Schluss. Wir mussten zwar echt ewig anstehen, aber es hat sich total ausgezahlt. Wir sind (nehmen wir an) ins Schloss hinein, da ham sich natürlich die Bilder bewegt und Harry, Ron und Hermine haben mit uns gesprochen. Der Ride war dann ziemlich cool, man ist so voll in der Luft geschwebt und war am Quidditch Feld und ist über den See geflogen. Aber schwindlig kann einem da schon ziemlich werden.

Hogwarts

Dann gabs Hot Dogs und dann  gings ab nach Hause. Und jetzt muss die Alischa aufpassen, dass sie nicht wieder um 8 ins Bett fällt.

Morgen gehts dann Richtung Needles. Wir wissen noch nicht, ob wir zum Joshua Tree National Park oder zum Mount San Jacinto fahren.

Bis dahin :).

 

Ankunft + 1 Tag LA

Ein sehr langer 20.05.2017

Flug und LA

5:00, der Wecker läutet (zumindest für die Alischa, Christian war ja wie immer früher wach). Taxifahrt war super und am Flughafen hat auch alles ganz gut funktioniert. Beide Flüge waren eigentlich sehr angenehm, in Düsseldorf hat das Flugzeug noch einmal durchgestartet, das war eigenartig.

Müde im Flugzeug, diese Nackenhalter sind super

Dann sind wir um ca 13:45 angekommen. Es ist doch etwas eigenartig, wenns Draußen noch hell ist, man aber fest davon überzeugt ist, dass es ja eigentlich dunkel sein sollte... Naja, auf jedenfall haben wir dann doch noch relativ lange gebraucht, um aus dem Flughafen raus zu kommen und das Auto zu bekommen. Was wir gelernt haben ist, wenn in Amerika eine "road blocked" ist, dann ist sie auch tatsächlich blockiert! Daran gibts kein vorbei - zumindest nicht ohne großem Umweg.

Das Hotel ist recht angenehm und die Gegend scheint auch eine gute zu sein. Um 19h (also... super spät in Wien, sowas wie 4 in der Früh) gings dann ins Bett. Ging eigentlich ganz gut mim Jetlag.. nur wollt ich mich dauernd bei Leuten dafür entschuldigen, dass wir sie so spät noch belästigen (Dame an der Hotel Rezeption)...

21.05.2017

LA

Um 6:30 waren wir beide wach. Dann gings auf zum Griffith Observatory was scheinbar der beste Platz ist, um das Hollywood sign (mim Auto) zu sehen. Ich fands eigentlich von der größe her ganz ok, wenn man bedenkt, dass alle sagen, dass es so klein ist.

"The hollywood sign is inbetween" - irgendwo, ganz weit hinten. Ok, ich nehms zurück, der Schriftzug ist klein!

Anschließend haben wir das Charmed Haus gesucht :D!! Schon arg, wenn man plötzlich vor einem Haus steht, dass man so oft im Fernsehen gesehen hat. Lustigerweise sind dann auch später 3 Frauen aus dem Haus gegangen mit 2 Kindern. Scheinbar wohnen dort tatsächlich Leute.

Lisch vorm Charmed Haus 😀

Dann gings zum "U.S. Bank Tower" so ein suuuuper großes Gebäude, wo man vom 70. in den 69. Stock von außen rutschen kann! War zwar nicht so spektakulär wie man denkt, aber doch ziemlich cool! Und die Aussicht war dann auch recht cool.

Christian, wie er sich von 70 in den 69 Stock stürzt.

Nach einer ewig langen Autofahrt (Navi sagt 30 Minuten, tatsächlich dauerts ne Stunde) und vielen Umwegen (die die zusätzliche halbe Stunde trotzdem nicht rechtfertigen würde) sind wir dann bei Venice Beach angekommen. Da waren dann so kleine Kanäle wie in Venedig, die waren schon ziemlich schön. Danach ham wir unsere Füße ins Meer gestreckt und sind anschließend bisschen am Pier entlang gegangen. Nach Santa Monica sind wir nicht gefahren.

Christian bei Venice Beach

Nun sind wir zu Hause. Später gehts dann zum Walk of Fame und scheinbar kann man dort ziemlich gut essen :D!! Und morgen gehts in die Universial Studios, Harry Potter wir kommen :D.

Bis dann 🙂

Page

So, wir sind mittlerweile gut zu Hause angekommen und ich werde daher meinen Blog nicht mehr weiterführen. Sorry nochmal dafür, aber wir hatten meist ein so langsames WLAN, dass ich einfach keine Artikel und Bilder online stellen konnte.

Außerdem ist das doch auch ein gutes Zeichen dass ich keine Zeit zum Schreiben hatte, weil wir richtig viel unternommen haben! Trotzdem habe ich noch einen letzten Artikel auf der Rückreise geschrieben, und den möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

 

Falls das vorher so geklungen haben sollte als wäre ich ein wenig über die Indianer hergezogen, möchte ich hier mal klarstellen, dass das überhaupt nicht so böse gemeint ist. Klar betreiben sie ein bisschen einen Touristennepp, aber das machen die Amerikaner ja genauso. Dafür hat bei den Natives alles irgendwie mehr Stil, es ist nie ganz so stark überlaufen und alles lässt sich viel direkter und persönlicher erleben.
Page dürfte so eine totale Touristenhochburg sein und dabei hauptsächlich von Indianern betrieben werden. Irgendwie auch klar, schließlich ist das Navajo-Gebiet. Wir waren in einem Hotel mit dem äußerst amüsanten Namen "Page Boy Motel" einquartiert und die Frau am Frontdesk war sowas von freundlich und hilfsbereit, das muss hier wirklich mal speziell erwähnt werden - vor allem auch weil wir dann leider versäumt haben, ihr dafür gebührend Trinkgeld zu geben ... ups.
Wir hatten uns für Page einiges vorgenommen aber überhaupt nichts geplant und organisiert, deshalb waren wir auch auf so viel Hilfe angewiesen. Den Horseshoe Bend konnten wir ja zum Glück schon am Vorabend erledigen, aber jetzt waren noch ein Rafting Trip über den Colorado River, die beiden Antelope Canyons, der Glen Canyon Staudamm und ein Besuch am Lake Powell dran.
Sie hat uns dann eben den Boat Trip und die Tour zum Upper Antelope Canyon organisiert, mit dem Rest war der komplette Tag von früh bis spät durchgeplant. Der nächste Stopp wäre dann der Zion Nationalpark gewesen, allerdings verbunden mit nochmal mehrstündiger Autofahrt. Wir waren ja flexibel und haben deshalb beschlossen, eine zusätzliche Nacht in Page einzuschieben. Gleich direkt in der Früh ging es also erstmal zum "Rafting" auf den Colorado River.
Wir sollten schon eine Stunde vor Abfahrt beim Treffpunkt sein und es war recht streng was persönliche Sachen betraf. So durfte man alles nur in einem durchsichtigen Plastiksack mitnehmen. Es hat sich dann sehr schnell herausgestellt, dass dies die ärgste Tourisache werden würde, nichts mit echten Rafting oder so sondern eine gemütliche Picknickfahrt auf einem Motorboot.
Ein bisschen schockierend war für uns aber schon wie wahnsinnig viele Leute dort auf das Boot sollten. Wir haben einen ganzen Autobus vollgefüllt und sind dann erst mal ab zum Staudamm. Nett, so haben wir das auch gleich erledigt und mussten den nicht noch extra besuchen. Schon ein interessantes Erlebnis mit dem Bus durch einen nicht beleuchteten Tunnel zum Staudamm hinunter zu fahren.
Es gab dann zumindest glücklicherweise meherere Boote, sodass wenigstens das dann nicht mehr so schlimm war. Wir haben uns - klar - das einzige Mädel als Guide ausgesucht. Ren war ihr Name als Kurzform für Renelle aus Salt Lake City. Sie war jetzt wohl keine unglaubliche Schönheit aber ich würde es mal als Skippereffekt bezeichnen, ganz ähnlich dem bei uns weit verbreiteten Skilehrerphänomen.
So mit Schwimmweste und am Steuer des Motorboots wirkte sie gleich mal wesentlich attraktiver. Die Fahrt ging dann direkt von der Unterseite des Staudamms total gemütlich den Fluss hinunter bis zum schon bekannten Horseshoe Bend. Wir haben uns viel eher treiben lassen als dass wir wirklich gefahren wären. Ren hat noch erklärt dass es für Rafting eine Skala nach Schwierigkeitsgrad von 0 bis 10 gibt, wobei diese für einige Stellen im Colorado River sogar auf bis zu 12 erweitert wurde.
Unsere Strecke wurde auf dieser Skala mit -2 (Minus!) bewertet. Naja was solls, so eine gemütliche Bootstour durch den Canyon hat doch auch was. So richtig viel zu sehen gab es eigentlich nicht, ein paar Vögel und ihre Nester, ein winzig kleines Wasserfällchen, eine Wand die man berühren oder besser noch küssen sollte um Glück zu haben und schließlich eben einen Strand im Horseshoe Bend.
Das Wasser ist mit 8° Celsius schon deutlich zu kalt zum Baden, ein paar Mutige haben sich trotzdem reingestürzt. Sonst konnte man ein kleines Stück gehen und sich von einer dort herumstehenden Parkrangerin die Wandmalereien erklären lassen. Am interessantesten war für uns aber sicher der Perspektivenwechsel, da wir den Bend ja schon von oben kannten. Unten wirkt alles nochmal komplett anders.
Zurück mussten wir dann ein bisschen angasen, da unser Motor immer wieder mal abgesoffen ist. Aber so war die Fahrt zumindest ein ganz klein wenig wilder und lustiger. Wir hatten es dann schon fast ein bisschen eilig um zum Upper Antelope Canyon zu kommen. Wir hätten eigentlich gedacht, dass dort etwas weniger los sein sollte, da dieser nur über eine geführte Tour besucht werden kann und er auch enger und weniger zugänglich sein sollte.
Als wir dann aber bei den Tourwagen angekommen und die Massen an Touristen gesehen haben (schon wieder), waren wir doch sehr verwundert. Die Indianer haben dann noch einen Tanz bei der daneben liegenden Tankstelle aufgeführt und schon ging es los. Wir fuhren mit Irene, die im ersten Moment total unsympathisch rüberkam. Die Fahrt zum Canyon war nochmal um einiges heftiger als die im Monument Valley.
Wir mussten uns sogar wirklich anschnallen, da es uns komplett aus den Sitzen gehoben hat und wir nicht wie die Lottokugeln herumkullern wollten. Der Canyon war dann so total anders als wir uns das vorgestellt hatten. Es waren viel zu viele Menschen dort und es ging einzig und allein darum, super toll auszusehende Fotos zu schießen.
Es ist schon was besonderes in diese Spalte hineinzugehen und die wunderschönen Wellenformen und verschiedenen Farben zu bewundern. Aber es sieht in Echt nicht annähernd so aus wie auf den Fotos. Das war uns dann doch ein bisschen zu blöd, sodass wir uns den Lower Antelope Canyon gleich ganz gespart haben. Das war zum ersten Mal auf unserer Reise wirklich eine kleine Enttäuschung.
Hinzu kam, dass wir uns dann die zusätzliche Nacht in Page eigentlich sparen und gleich Richtung Zion hätten weiterfahren können. So haben wir den Abend noch am Lake Powell ausklingen lassen. Da konnte man wenigstens mal richtig baden, denn das Wasser war zwar immer noch frisch, aber bei weitem nicht so kalt wie der Ozean. Ich wäre total gern mal Jetski gefahren, aber dafür waren wir schon zu spät dran.
Dafür durften wir so einen Jetskistrahlrider bewundern. Dabei zieht man sich Schuhe an und hängt einen Schlauch an den Antriebsstrahl eines Jetski. Wenn der Fahrer dann Gas gibt, ist der Wasserdruck so stark, dass man mit den Schuhen komplett abhebt und sogar übers Wasser schweben kann. Und Mann, der Typ hatte das echt richtig gut drauf!

Monument Valley

Wie schon geschrieben war nach dem Grand Canyon Monument Valley dran. Ich habe mir davon ehrlich gesagt nicht viel erwartet und wurde wirklich positiv überrascht. Die Vorzeichen waren allerdings gar nicht so vielversprechend. Zum ersten Mal auf unserer Reise war das Wetter nicht perfekt. Es war recht bewölkt und total windig, dadurch schon fast ein bisschen frisch.

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Da die Gegend jedoch total trocken ist, hat der Wind natürlich nur Staub aufgewirbelt und dadurch haben sofort die Augen zu schmerzen begonnen und man konnte teilweise kaum atmen. Mit meinen Kontaktlinsen hatte ich dabei besonders große Probleme, weshalb ich mir dann meine Schwimmbrille aufgesetzt habe.

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Die schließt wenigstens komplett ab und lässt nichts an meine Augen kommen, sehen konnte ich damit jedoch alles andere als gut. Das war aber kein so richtig großes Problem, da durch das komische Wetter die Monumente überhaupt nicht so gut zur Geltung kamen.

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Im Monument Valley waren wir auch zum ersten Mal auf Indianerterrain und deren Sehenswürdigkeiten unterscheiden sich doch deutlich von den Touristenattraktionen sonst in den USA. Wo meist alles strikt organisiert ist, es an jeder Ecke Toilletten und eisgekühlte Getränke gibt und überhaupt die Infrastruktur total erschlossen ist, geht es bei den Natives wesentlich lockerer aber auch unorganisierter und irgendwie unentspannter zu.

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Hier gilt natürlich auch nicht unser im letzten Beitrag so viel gelobter National Park Pass, sondern man muss erst mal beim Einfahren eine Gebühr zahlen, zu der noch die Steuer und dann auch noch eine Tribal Tax dazu kommt. Die Monumente an sich kann man selbst mit dem Auto befahren - theoretisch zumindest. Ich hatte schon gehört dass das nicht so ohne weiteres einfach sein würde, da es keine befestigten Straßen gibt.

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Dass die Piste aber so dermaßen offroad ist, hätte ich echt nicht gedacht. Vielen Leuten war das aber komplett egal und sie sind selbst mit Mietwagen und völlig ungeeigneten Fahrzeugen gefahren. Wir wollten uns den Stress nicht antun und haben nach einer Tour gesucht. Tatsächlich hat am Rande des Parkplatzes ein Indianer durch ein Megafon um Aufmerksamkeit gebuhlt. Außer uns wollte zwar niemand so richtig darauf anspringen aber naja.

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Der Preis war auch nochmal ziemlich heftig und wir wollten ein bisschen verhandeln, aber das dürfte bei den Ureinwohnern irgendwie gar nicht so gut ankommen. Manfred hat sich eingebildet, man müsse das Monument Valley unbedingt auf einem Pferd bereiten und direkt daneben war der nächste Stand für eben so eine Tour. Wir wollten nur Infos und Preise einholen, hätten dabei aber fast einen kleinen Krieg ausgelöst.

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Vielleicht war auch alles nur Masche, denn tatsächlich haben wir dann die Tour mit dem Pickup-Truck gemacht, mussten jedoch voll bezahlen und auch noch warten bis alle Sitzplätze voll werden. Wir sind dann also nochmal aufs Klo und in den Souvenirshop, aber auch nach unserer Rückkehr waren immer noch nicht mehr Leute bei der Tour. Da wir aber gleich cash gezahlt haben, durften wir dann doch fahren, nur zu zweit mit einem Fahrer - eh besser so!

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Die Indianer sahen offensichtlich in allen Formationen immer irgendwelche phantasievollen Figuren oder Kreaturen, aber unser Chauffeur war nicht unbedingt der beste Guide. Die meisten davon konnten wir aber sowieso selbst erahnen. Das Wetter hat sich dann zum Glück sehr schnell gebessert und es wurde auch sofort wieder total heiß. Auch die Fahrt wurde immer lustiger.

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Die Straße war einfach so heftig dass es uns total durchgeschüttelt hat und irgendwie konnte unser Chauffeur nicht wirklich gut fahren und hat sich dauernd verschalten. Obwohl das Monument Valley generell nicht so überlaufen ist wie viele andere Destinationen auf unserer Reise, war dieses Persönliche irgendwie echt cool. Außerdem sind wir mit unserer Tour schon recht bald auf eine Straße abgebogen, die nur für die Tour offen ist.

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All die anderen Touristen konnten alle weiteren Sehenswürdigkeiten also gar nicht anschauen - haha! Irgendwann sind wir dann überhaupt nur noch auf Sand gefahren und wir waren plötzlich mitten in der Wüste. Ohne total kitschig klingen zu wohlen hatte es dort so seine ganz eigene Stille.

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Wir haben uns dann Suneye angesehen, ein Loch in der Decke eines ausgehöhlten Felsens in Form eines Auges. Dort gab es auch ein total cooles Echo. Bei der Rückfahrt sind wir überhaupt auf einer Strecke gefahren, die mit "no trespassing" markiert ist - da darf man also noch nicht einmal gehen!

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Dafür haben wir die natürlichen Säulen, welche passend "Totem Pole" genannt werden, aus nächster Nähe gesehen. Wir haben anschließend noch kurz bei der Nichte unserers Fahrers gehalten, um authentischen Indianerschmuck oder kalte Getränke zu kaufen.

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Diesen Schmuck sollten wir auf unserer Reise noch sehr oft zu Gesicht bekommen, man könnte fast meinen dass sei das einzige Business abseits der Touren, das es bei den Indianern gibt. Nach der Tour waren wir noch im Monument Valley View Hotelrestaurant essen.

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Das ist wirklich ein eigenes Erlebnis. Es gibt riesige Fenster und man blickt direkt auf die Monumente. Das ist irgendwie vollkommen surreal und dadurch wieder total cool. Das Essen selbst war auch völlig in Ordnung.

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Wir wollten dann noch den Mexican Hat sehen, eine Felsformation die ein bisschen an einen wohlgenährten Marriachi erinnert, aber doch weit außerhalb von Monument Valley gelegen ist. Dafür konnten wir ein weitere Sehenswürdigkeiten begutachten, nämlich die Straße dort hin.

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Um am Ende des Tages nach Page zu kommen, mussten wir dann all das wieder zurück fahren, aber hey, das macht man doch richtig gern auf so einer Strecke! In Page gab es dann einen weiteren Ausläufer des Grand Canyon zu besichtigen - nämlich den Horseshoe Bend.

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Ich habe die Adjektive genial, beeindruckend, legendär usw. schon viel zu inflationär benutzt, aber das toppt fast nochmal alles. Der Colorado River, den man vom South Rim des Grand Canyon nur an wenigen Stellen in weiter Ferne erahnen kann, macht an dieser Stelle einen 270° Bogen in Form eines Hufeisen (daher der Name).

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Nach dem Parkplatz muss man nur eine Dreiviertelmeile auf sandigem Boden laufen und urplötzlich steht man direkt an einem 800 Meter hohen Abgrund. Das Wasser hat hier eine besonders steile Kante hineingefräst, was den gesamten Eindruck nochmal verstärkt.

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Wir sind erst ein bisschen herumgeklettert und haben den idealen Spot für Fotos gesucht. Man schafft es kaum den ganzen Bogen auf ein Foto zu bekommen, weshalb ein Typ sogar auf eine Leiter geklettert ist, die er direkt an den Abgrund gestellt hat - völlig verrückt!

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Das alles war so schön und spektakulär, dass wir uns auf einen leicht vorstehenden Felsen gesetzt, die Füße in der Luft baumeln ließen und den Sonnenuntergang genossen haben. Ein wirklich gelungener Ausklang für einen großartigen Tag.

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Grand Canyon

Auf den Grand Canyon haben wir uns beide wohl so ziemlich am meisten gefreut und das völlig zurecht. Schon bei der Einfahrt mit dem Auto gab es Natur pur und direkt am Straßenrand war gerade ein Reh beim Grasen. Der Canyon war vermutlich das Highlight unserer Reise schlechthin. Wir konnten zum ersten Mal den National Park Annual Pass zücken, den Manfred von seinem Bruder übernommen hat. Dieses Ticket ist sowas von genial.

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Es öffnet uns die Türen zu allen Parks mit kostenlosem Infomaterial und das für absolut lau. Für einen Pass können sich zwei Personen eintragen lassen und von den beiden kann jeder jeweils vier Personen mitnehmen. Wir mussten also beide niemals auch nur einen Cent zahlen und durften alle Nationalparks besuchen (nach dem Grand Canyon National Park sollten noch einige folgen). Von Manfreds Bruder erhielten wir dann auch noch den Tipp, uns ein Fahrrad auszuborgen und damit herumzufahren.

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Das klingt eigentlich nach keiner besonders guten Idee, da der Canyon ja alles andere als flach ist. Und tatsächlich hatte es gleich die erste Steigung furchtbar in sich. Vom Bike Rental geht es zuerst durch ein kleines gemütliches Wäldchen zu der Main Road, die durch den gesamten Park führt. Da ist alles schattig und tatsächlich eben. Auf der Hauptstraße fährt ein Shuttle und hält an allen wichtigen Aussichtspunkten.

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Wir haben uns also entschieden den Park komplett zu durchfahren und auf eigene Tour zu erkunden, um dann von der letzten Station mit dem Shuttle wieder zurück zu fahren. Leider ging die Main Road aber gerade am Anfang mal ordentlich nach oben. Es war jetzt keine heftige Steigung, aber so ein sanftes bergauf über eine ordentliche Distanz ohne wirkliche Pause und das gleich zu Beginn ohne aufwärmen. Da wollte mein Körper nicht wirklich mitspielen.

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Ich musste dann einfach absteigen und mich im Wald unter einem Baum kurz ausruhen. Dabei wäre ich wirklich fast zusammengebrochen. Es war einfach so heiß und ich hab ja sowas von keine Kondition. Aber nach einigen Minuten Rast und ganz viel Wasser trinken konnte ich mich wieder halbwegs fangen. Manfred war schon im Wald verschwunden und ich bin vorsichtig aufgestanden um ihn zu suchen.

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Nach wenigen Schritten kommt man direkt an den Abgrund des Canyon und der Anblick entschädigt sofort für all die Anstrengungen. Ab da war es dann einfach nur noch cool. Dadurch dass wir mit dem Rad unterwegs waren, konnten wir eben nicht nur die offiziellen Aussichtspunkte machen sondern uns auch eigene Spots suchen. Manchmal haben wir wirklich Punkte gefunden wo sonst niemand war und wir für das perfekte Foto ein bisschen herumklettern konnten.

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Einmal haben wir uns zum Beispiel richtig viel Zeit genommen und sind total weit hinausgeklettert, aber der Spot war dafür sowas von genial. Man stand direkt am Abgrund und konnte sich auch hinsetzen und die Füße gut 1000 Meter hoch in der Luft baumeln lassen. Das war einfach nur spektakulär. Der einzig kleine Kritikpunkt dabei ist, dass der Radweg nicht durch den kompletten Park führt.

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Es geht eben eine eigene Route vom Bike Rental (Parkplatz) zur Hauptstraße, aber ab da muss man auch auf dieser Straße weiterfahren. Der Hiking Trail ist direkt an der Kante des Canyon, wohingegen die Straße teilweise schon recht weit davon entfernt ist.

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Erst etwa im letzten Viertel des Parks gibt es dann wieder einen Radweg der auch wirklich schön zu fahren ist. Die Rückfahrt mit dem Shuttle war dann auch nochmal ein kleines Hightlight.

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Zunächst ist uns das Wasser komplett ausgegangen und es war echt wie im Film als wir in der letzten Station an einer Quelle dann unsere leeren Flaschen aufgefüllt und sofort mit einem riesen Schluck wieder komplett ausgetrunken haben. Dann wollten wir das Shuttle besteigen und mussten unsere Räder vorne befestigen. Diese Halterung war aber nicht so leicht zu bedienen.

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Nachdem wir uns total blöd angestellt haben, ist der Fahrer schließlich doch ausgestiegen und wir hätten mal angenommen, dass er das für uns macht. Aber hey, wir sind hier in Amerika. Er hat uns also nur freundlich darauf hingewiesen, dass er aus uns aus Versicherungstechnischen Gründen nicht helfen darf, aber uns gerne erklärt was wir machen müssen.

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Nachdem wir aber zuerst auch mit seinen Erklärungen nicht wirklich weitergekommen sind, hat er nur gemeint: "Even five year old girls can do this!". Das war wohl Ansporn genug und die Räder waren im nu montiert.

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Der letzte Weg von der Shuttle-Station zum Bike Rental war dann nochmal richtig hart und dann gab es dort weit und breit keine icecold drinks. Also sind wir nach der Rückgabe der Räder direkt ins Auto und ab und davon.

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Wir sind dann weiter nach Kayenta, ein kleines Indianerkaff vor den Toren zum Monument Valley, das de facto nur aus Motels und Tankstellen besteht. Die letzten Ausläufer des Canyon war dabei auch durchaus noch sehenswert.

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Route 66

In Kingman gibt es allerdings nichts zu sehen, es ist nur das Tor zur traditionellen Route 66. Die wohl bekannteste Straße der Welt führte früher von Chicago quer durchs Land bis nach Los Angeles. Heute gibt es davon nur noch ein kleines Stück von Kingman nach Oatman.

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Die Strecke ist wirklich ein Erlebnis. Die Kulisse rundherum wirkt wie aus einem klassischen Western und die Serpentinen über den Wüstenberg und wieder hinunter machen richtig Spaß. Für Biker ist das ein Muss aber auch für uns Autofahrer hat das was.

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Besonders beeindruckend und gleichzeitig äußerst befremdlich ist die Tatsache, dass entlang der Straße tatsächlich Menschen wohnen. Man ist dort wahrhaftig in der Wüste, da gibt es absolut nichts! Und dann befinden sich plötzlich entlang der Straße vereinzelt Briefkästen.

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Auf der Straße kann es durchaus vorkommen dass man in einer Stunde keinem anderen Auto begegnet, außer die Einwohner holen sich gerade ihre Post ab. An einer 180°-Grad-Kurve mitten im Hang befand sich dann ein altes Autowrack - vielleicht aus den 70ern oder 80ern.

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Entweder ein übriggelassenes Filmrequisit oder ein echter Unfall, dessen Überbleibsel als Warnung gelten soll. Oatman tauch mitten auf der Route 66 urplötzlich aus dem Nichts auf. Das als Dorf zu bezeichnen wäre aber noch maßlos übertrieben.

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Das ist lediglich der letzte Rest der goldenen Epoche und dient ausschließlich dem Melken der Touristen. Es war nochmal spürbar heißer als in Palm Springs und durch die dort zurückgelassenen und sich jetzt wild vermehrenden Esel ist die Luft kaum zu ertragen.

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Man bekommt ein bisschen Futter von den Einheimischen und kann die Viecher damit für ein gestelltes Foto anlocken. Sie streiten sich allerdings recht schnell darum und dann sollte man auf keinen Fall mittendrin stehen, da sie schnell treten und beißen.

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Wir haben dann noch die Shops abgeklappert und Souvenirs mitgenommen aber wollten dann auch bald wieder weg. Eigentlich sollte es dort Cowboyshows geben, aber heute sah es nicht danach aus und auch von den Verkäufern konnte uns keiner Auskunft darüber geben.

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Also sind wir die Route 66 weiter, auf die Autobahn und dann direkt zum Grand Canyon gefahren. Auf der Strecke hätte ich dann fast das nächste Wild mitgenommen, nur wäre das diesmal sicher nicht so glimpflich ausgegangen.

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Ein Reh sprang plötzlich direkt neben uns aus dem Gebüsch und wollte gerade über die Straße. Gott sei Dank hat es noch kurz gezögert und ist dann hinter uns und knapp vor einem anderen Auto nur relativ sicher aber völlig unbeschadet auf die andere Seite gekommen.

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Wir hatten ein Hotel direkt vor dem Grand Canyon Village. Es war überraschend günstig dafür dass es echt alles geboten hat und schon recht nobel war. Wir haben uns dann noch kurz in den Whirlpool im Wintergarten geschmissen.

Manfred wollte sich noch den Sonnenuntergang am Canyon geben, ich hingegen war schon müde und total hungrig. Also ist er gefahren und ich habe mich am All-you-can-eat-Buffet bereichert.

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Das Essen war wirklich fein und das lokale Bier ist - obwohl wieder ein Ale - gar nicht mal schlecht. So haben wir den Abend gemütlich bei einem weiteren Bier ausklingen lassen und uns riesig auf den nächsten Tag am Grand Canyon gefreut.

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Palm Springs

Am nächsten Morgen ging es früh los, zum ersten Mal in die Wüste nach Palm Springs. Wir wollten dort aber nicht übernachten sondern es nur als Zwischenstopp nach Arizona nutzen. Also haben wir die einzig interessante Sehenswürdigkeit dort besucht, nämlich die "Aerial Tramway".

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Das ist eine Doppelmayr-Seilbahn auf einen lokalen Berg. Die Gondel ist rund und dreht sich über die gesamte Fahrt. Es ist also egal welchen Platz man hat, irgendwann im Laufe der Zeit sieht man mal in alle Richtungen, wenn man einfach nur stehen bleibt.

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Die Fahrt war wirklich recht cool, es gibt eine Art Chauffeur der ein bisschen erklärt und dann läuft ein Tonband mit Musik und weiteren Erklärungen. Bei jeder Stütze wird die Gondel kurz langsamer und schwingt dann nach, was vor allem die zahlreichen Asiaten an Bord total begeistert hat.

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Oben angekommen gab es dann die Wahl zwischen mehreren Hiking Trails. Wir haben uns für die Desert View entschieden und lagen damit voll richtig. Es war ordentlich heiß und total trocken da oben, aber es gab auch genügend Schatten durch den Wald und der Weg war wirklich schön.

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Die zahlreichen Viewpoints entlang der Strecke boten dann einen großartigen Ausblick auf die Wüste. Das klingt gar nicht so spektakulär wie es eigentlich war. Für das ideale Foto sind wir dort ein bisschen herumgeklettert und haben Felsvorsprünge erklommen.

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Das war schon eine kleine Vorbereitung für den Grand Canyon, wo man das auf die Spitze treiben kann. Auf dem Rückweg haben wir dann noch auf den Nature Explorer abgebogen und haben auch tatsächlich schon nach kürzester Zeit Squirrels auf Nahrungssuche in einer kleinen Lichtung erblicken können.

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Der Weg war auch ganz nett aber es gab halt keine Aussichtspunkte mehr. Im Anschluss haben wir gleich die nächste Gondel nach unten genommen und konnten das erste Mal auf unserer Reise echte Wüstenluft schnuppern. Auch wenn das schon heftig war sollte uns auf unserer weiteren Reise noch viel extremeres erwarten.

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Wir waren dann schon recht spät dran und hatten noch eine richtig lange Fahrt vor uns. Dabei sind wir in die Dämmerung gekommen und ab da war es dann nicht mehr wirklich lustig zu fahren. Die einzige Unterhaltung bot unser Navi, das einmal 121 km geradeaus und dann scharf links angezeigt hat, nur um anschließend 147 km geradeaus anzuzeigen.

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Die Straße war wirklich wie im Film so weit das Auge reicht schnurgerade. Später wurde es dann jedoch ziemlich wellig, es ging dauern rauf und runter sodass man nicht mehr so weit gesehen hat. Nachdem es auch immer dünkler wurde konnten wir also nicht mehr so schnell fahren.

Obwohl wir mitten in der Wüste an der Grenze Südkaliforniens und Arizona waren, kam plötzlich ein Wildwechsel-Warnschild. Und das stand da nicht zu Unrecht. Da fahre ich durch die tristeste Gegend die man sich nur vorstellen kann und tatsächlich läuft mir ein Feldhase genau vors Auto!

Ich war nicht super schnell dran und wollte noch bremsen, aber ein anderes Auto hing mir zu knapp hinten dran und so musste der arme Hase dran glauben. Sorry aber wenn es heißt er oder wir, dann ... Nach noch einer Weile anstrengender Fahrt ging es dann endlich auf eine Interstate, welche viel angenehmer und schneller zu befahren ist.

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Wir sind dann erst spät Nachts in Kingman angekommen. Das Motel war ziemlich elendig aber dafür auch das günstigste unserer gesamten Reise. Wir wollten aber sowieso nur noch ins Bett fallen und schlafen.

San Diego

Letzten Mittwoch waren wir dann auf der USS Midway. Das ist ein Flugzeugträger aus dem zweiten Weltkrieg, der noch bis vor einigen Jahren aktiv im Dienst war und jetzt zu einem Museum umgebaut wurde. Gut, wirklich viel kann man sich davon nicht erwarten.

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Es war schon ganz cool und interessant aber nunmal eben ein Museum. Und wie cool kann ein Museum schon sein? Beim Betreten des Schiffs bekommt man Kopfhörer auch mit deutschen Texten und dann gibt es überall Stationen, deren Nummern man auf dem Apparat eingibt.

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Dann bekommt man eben erklärt was man da gerade sieht. Ganz lustig sind auch die vielen Flugzeuge die dort ebenfalls ausgestellt sind und einen Blick auf die Entwicklung der Flugfahrt bieten. Es ist nämlich von ganz alt bis recht modern alles dabei.

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Die geführte Tour über die Brücke war dann aber doch ein bisschen zu viel. Alte Kriegsveteranen arbeiten auf dem Schiff als Guides und erzählen aus der Zeit. Das wäre schon interessant wenn man sich für die Geschichte der Amerikanischen Kriege interessiert, für uns war es eben dann einfach schon zu viel.

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San Diego ist auch ein großer Marinestützpunkt der USA und tatsächlich fand gerade irgendeine Übung in der Bucht statt. Nach so viel Geschichte wie im Schulunterricht brauchten wir erst einmal wieder Ferien, weshalb wir dann direkt zum Ocean Beach weitergefahren sind.

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Das war wirklich nett und entspannend. Leider ist das Wasser eine Spur zu kalt zum Baden, man kann sich nur mal schnell von den Wellen nass machen lassen. Natürlich bin ich in der kalifornischen Sonne gleich mal heftigst verbrannt. Man konnte direkt sehen wo ich Sonnencreme hatte und wo eben nicht.

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Gegen Abend sind wir dann noch weiter zu den La Jolla Shores bzw. in deren Bucht. Das war wieder ein echtes Highlight. Traumhafte Kulisse und zahlreiche Möglichkeiten sich wieder wie ein Kind zu fühlen und sich auszutoben. Man kann herumklettern, sich in die Wellen der kommenden Flut stürzen oder Muscheln sammeln.

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Außerdem gab es dort auch wieder Seelöwen zu beobachten, ebenfalls frei in der Natur lebende und trotzdem aus nächster Nähe. Da muss man ja wirklich nicht mehr nach Seeworld. Es gibt dort einen Abschnitt der "Children's Pool" genannt wird, weil dort die ganzen kleinen Seelöwenbabys Abends an Land gehen und die letzten Sonnenstrahlen genießen.

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Man kann fast bis zu ihnen vor gehen und kommt ihnen dadurch richtig nahe. Natürlich darf man sie aber nicht füttern und auch nicht anfassen. Das sind wirklich so süße Geschöpfe wie sie völlig unbeholfen herumtapsen und robben. Aber im Wasser sind sie total grazil.

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Der Abend war einfach so nett und schön, dass wir gleich bis Sonnenuntergang geblieben sind.

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Newport

Sorry für die Verspätungen bzw. langen Verzögerungen, aber das mit dem WLAN überall funktioniert leider doch nicht so gut wie erwartet. Außerdem sind wir echt äußerst aktiv und dauernd unterwegs, sodass ich kaum zum Schreiben komme.

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Letzten Dienstag haben wir aus unserem Hotel in Hollywood ausgecheckt um weiter in den Süden zu fahren. Zunächst war South Beach mit der dort angelegten Queen Mary dran. Das ehemalige Kreuzfahrtschiff wurde zu einem Hotel und Museum umgebaut und ist dort wohl eine lokale Touristenattraktion. Leider ist ein Zugang nur mit Zimmerschlüssel oder Ticket möglich, auch auf Nachfrage durften wir nicht an Bord. Also sind wir gleich weiter nach Newport.

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Das ist eine richtig lässige Gegend. Wir sind zuerst gleich mal in Richtung Strand und Promenade. Fast perfekt weißer Sandstrand so weit das Auge reicht, super sauberes Wasser mit spaßig hohen Wellen und trotzdem überhaupt nicht überlaufen. So macht Strandurlaub Spaß. Leider ist der Pazifik doch eher kalt, weshalb man entweder sehr abgehärtet sein sollte oder einen Wet Suit tragen muss, wie es auch die Surfer machen.

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Das eigentliche Ziel unserer Reise nach Newport war jedoch ein Whale Watching Boat Trip. Also haben wir uns nochmal kurz mit Donuts gestärkt und die kleine gemütliche Hafenpromenade genossen. Anschließend ging es schon zum Boarding. Wir wollten gleich mal nach oben aber dort waren die Sitzplätze äußerst rar, also sind wir wieder nach unten, wo dann natürlich auch kein Platz mehr war. Wir haben uns dann ganz hinten über dem Motor positioniert.

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Das war eigentlich gar nicht schlecht, aber leider so laut, dass man die Anweisungen und Erklärungen des Captains nicht mehr hören konnte. Egal, wir waren sowieso baff von dem Anblick des Hafens. Es sieht in etwa so aus wie die nobelste Gegend in Miami, wo eine Villa neben der anderen und davor jeweils mindestens eine Yacht steht. Es ist zwar alles etwas kleiner und enger aber deshalb noch lange nicht bescheidener.

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Es ging dann also erst mal den Hafen hinaus ins offene Meer. Wir haben dann auch nochmal ordentlich mehr Gas gegeben und mit den Wellen war das ein ganz schön lustiges Gewackel. Nach einer Weile Fahrt hat der Kapitän ur plötzlich angehalten und nur gesagt: "I can't believe what just happened". Wir haben absolut nichts gesehen und er hat irgendwas von einem Jellyfish (Qualle) erzählt, keine Ahnung was da gewesen sein soll.

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Dann ging es nochmal ordentlich lange nur gerade aus, bis man in der Ferne ein wildes Getummel erahnen konnte. Es sah eigentlich aus wie Wellen, aber irgendwie doch anders und wir waren alle gespannt ob dort etwas zu sehen sein wird. Und tatsächlich, wir sind mitten in eine riesige Gruppe Delfine gekommen. Innerhalb kürzester Zeit haben sie uns regelrecht umzingelt und sind uns richtig nahe gekommen.

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Laut Kapitän waren sie gerade dabei sich zu vermehren und konnten uns auch hören. Er hat uns also ständig dazu angestachelt Lärm zu machen, um die Defline noch näher zu Gesicht zu bekommen. Nach gefühlt Tausenden von Fotos und ewig langen Videos (ich hatte nicht mal mehr Speicherplatz auf der Cam frei) sagte der Kapitän schließlich durch, dass wir jetzt wirklich zurück fahren müssen, da wir schon richtig weit draußen sind.

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Auf dem Rückweg sind wir dann noch an einer Boje vorbei gekommen, auf der sich gerade Seelöwen ausgeruht haben. Angeblich legen sich diese dort in die Sonne, um sich aufzuwärmen. Gleichzeitig werden sie vom Wellengang jedoch wiederum Seekrank, weshalb sie immer wieder runter müssen.

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Nach einer kleinen Mahlzeit im Hafen (ziemlich elendig) und einer kurzen Einkaufstour in einem coolen Surfshop ging es dann schließlich auf nach San Diego. Das Hotel war mal richtig cool und Upperclass, aber es wurde gerade total renoviert, was wohl den doch eher niedrigen Preis erklärt.

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Wir haben das Auto in der Garage im 9. Stock abgestellt, haben eingecheckt und uns dann noch ins Gaslamp Quarter begeben. Das ist so das Inviertel schlechthin. Es gibt dort nur Restaurants, Bars, Clubs und trendige Geschäfte.

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San Diego ist aber auch abseits davon und überhaupt generell eine richtig coole Stadt. Uns hat es hier schon nochmal wesentlich besser gefallen als in Los Angeles. Ich will jetzt keinen auf Architektur machen aber schon allein die Gebäude sind echt schön.

Wir haben dann noch ein Bier getrunken (leider ein ekliges Ale) und auf dem Rückweg am Stadion vorbei gelaufen, in dem gerade ein Baseball-Spiel stattfand. Da dieses eigentlich schon aus zu sein schien, wollten wir kurz rein schauen, aber natürlich wurde uns der Eintritt verwehrt.

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In Amerika sind alle immer unglaublich freundlich und zuvorkommend. Wenn man dann aber nur mal kurz nachhakt oder weitere Hilfe braucht, merkt man sehr schnell wie oberflächlich diese Freundlichkeit doch ist und manchmal werden die Leute dann sogar recht pampig.

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Es war aber eh schon kalt und wir waren müde, also sind wir zurück ins Hotel.