Palm Springs

Am nächsten Morgen ging es früh los, zum ersten Mal in die Wüste nach Palm Springs. Wir wollten dort aber nicht übernachten sondern es nur als Zwischenstopp nach Arizona nutzen. Also haben wir die einzig interessante Sehenswürdigkeit dort besucht, nämlich die "Aerial Tramway".

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Das ist eine Doppelmayr-Seilbahn auf einen lokalen Berg. Die Gondel ist rund und dreht sich über die gesamte Fahrt. Es ist also egal welchen Platz man hat, irgendwann im Laufe der Zeit sieht man mal in alle Richtungen, wenn man einfach nur stehen bleibt.

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Die Fahrt war wirklich recht cool, es gibt eine Art Chauffeur der ein bisschen erklärt und dann läuft ein Tonband mit Musik und weiteren Erklärungen. Bei jeder Stütze wird die Gondel kurz langsamer und schwingt dann nach, was vor allem die zahlreichen Asiaten an Bord total begeistert hat.

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Oben angekommen gab es dann die Wahl zwischen mehreren Hiking Trails. Wir haben uns für die Desert View entschieden und lagen damit voll richtig. Es war ordentlich heiß und total trocken da oben, aber es gab auch genügend Schatten durch den Wald und der Weg war wirklich schön.

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Die zahlreichen Viewpoints entlang der Strecke boten dann einen großartigen Ausblick auf die Wüste. Das klingt gar nicht so spektakulär wie es eigentlich war. Für das ideale Foto sind wir dort ein bisschen herumgeklettert und haben Felsvorsprünge erklommen.

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Das war schon eine kleine Vorbereitung für den Grand Canyon, wo man das auf die Spitze treiben kann. Auf dem Rückweg haben wir dann noch auf den Nature Explorer abgebogen und haben auch tatsächlich schon nach kürzester Zeit Squirrels auf Nahrungssuche in einer kleinen Lichtung erblicken können.

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Der Weg war auch ganz nett aber es gab halt keine Aussichtspunkte mehr. Im Anschluss haben wir gleich die nächste Gondel nach unten genommen und konnten das erste Mal auf unserer Reise echte Wüstenluft schnuppern. Auch wenn das schon heftig war sollte uns auf unserer weiteren Reise noch viel extremeres erwarten.

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Wir waren dann schon recht spät dran und hatten noch eine richtig lange Fahrt vor uns. Dabei sind wir in die Dämmerung gekommen und ab da war es dann nicht mehr wirklich lustig zu fahren. Die einzige Unterhaltung bot unser Navi, das einmal 121 km geradeaus und dann scharf links angezeigt hat, nur um anschließend 147 km geradeaus anzuzeigen.

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Die Straße war wirklich wie im Film so weit das Auge reicht schnurgerade. Später wurde es dann jedoch ziemlich wellig, es ging dauern rauf und runter sodass man nicht mehr so weit gesehen hat. Nachdem es auch immer dünkler wurde konnten wir also nicht mehr so schnell fahren.

Obwohl wir mitten in der Wüste an der Grenze Südkaliforniens und Arizona waren, kam plötzlich ein Wildwechsel-Warnschild. Und das stand da nicht zu Unrecht. Da fahre ich durch die tristeste Gegend die man sich nur vorstellen kann und tatsächlich läuft mir ein Feldhase genau vors Auto!

Ich war nicht super schnell dran und wollte noch bremsen, aber ein anderes Auto hing mir zu knapp hinten dran und so musste der arme Hase dran glauben. Sorry aber wenn es heißt er oder wir, dann ... Nach noch einer Weile anstrengender Fahrt ging es dann endlich auf eine Interstate, welche viel angenehmer und schneller zu befahren ist.

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Wir sind dann erst spät Nachts in Kingman angekommen. Das Motel war ziemlich elendig aber dafür auch das günstigste unserer gesamten Reise. Wir wollten aber sowieso nur noch ins Bett fallen und schlafen.

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